Die Motivation entscheidet – Forsa-Studie zu Innovations- und Lernkultur

Die Motivation entscheidet – Forsa-Studie zu Innovations- und Lernkultur

„Führungsbarometer“ der Forsa: Fehlerkultur in deutschen Unternehmen noch unzureichend

Nur 51 Prozent der deutschen Firmen nutzen Fehler als Lernerfahrungen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Untersuchung „Führungsbarometer“ des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Change-Beratung Penning Consulting. Bei der Anfang Februar veröffentlichten Studie ging es um die Frage, welche Faktoren für Innovations- und Lernkultur eines Unternehmens entscheidend sind. Dafür wurden 90 HR-Chefs von Wirtschaftsunternehmen unterschiedlicher Größen befragt.

Mitarbeiterengagement zentral

Demnach gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Innovationsfähigkeit eines Unternehmens. In Unternehmen mit „hohem“ Engagement bescheinigen sich 91 Prozent der Befragten eine gute Fehlerkultur, während es in Unternehmen mit „niedrigem“ Engagement lediglich 10 Prozent sind. Ähnlich sieht es beim konstruktiven Umgang mit Fehlern von Mitarbeitern aus: In 77 Prozent der Unternehmen mit hohem Engagement werden Fehler als Quelle von Verbesserungen gesehen; in den weniger engagierten Unternehmen gilt dies lediglich für 21 Prozent.

Manager als Coach

Ein weiteres Studienergebnis: Die mittlere Führungsebene sollte sich als Belegschaftscoach verstehen. In Unternehmen mit hohem Engagement tun dies alle Befragten – volle 100 Prozent –, während Firmen mit niedrigem Engagement auf gerade einmal 34 Prozent kommen. Außerdem geben 95 Prozent der Führungskräfte in engagierten Unternehmen ihren Mitarbeitern regelmäßig Feedback und räumen ihnen auch die notwendigen Entscheidungskompetenzen ein.

Leistungsorientierung als Kulturwert

Insgesamt wurden in der Studie elf Kulturfaktoren abgefragt, die sich bei den Firmen mit engagierteren Belegschaften grundlegend ausgeprägter zeigten. Als schwächster Faktor erwies sich dabei die Ausrichtung auf permanente Leistungsorientierung – diese sei nur bei durchschnittlich 38 Prozent der Unternehmen als Bestandteil ihrer Unternehmenskultur identifiziert. Selbst bei den engagierten Firmen erkennen demnach lediglich etwa zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) eine durchgängige Orientierung an der Leistung. Penning Consulting empfiehlt daher, gezielt Strukturen und Prozesse in Unternehmen zu verändern, um mit alten Gewohnheiten zu brechen und bessere Ergebnisse zu erzielen. Die vollständige Befragung finden Sie unter www.penning-consulting.com. 

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