Ein Loblied auf das Lob

Ein Loblied auf das Lob

Jeder von uns wird gerne gelobt. Lob ist eine essentielle Nettigkeit unter Kolleginnen und Kollegen und hat einen positiven Einfluss auf das ganze Empfinden und Verhalten eines Menschen. Studien belegen, dass je größer und häufiger das Lob ausfällt, Arbeitnehmer motivierter, selbstwirksamer und zufriedener sind, als wenn Lob selten oder gar nicht stattfindet. Außerdem fühlen sie sich stärker emotional an ihr Unternehmen gebunden und haben auch bessere Beziehungen untereinander.

Interessanterweise können sogar Unbeteiligte vom Lob anderer profitieren, wie eine Studie von Prof. Nick Zubanov und Kollegen zeigen konnte. Sie fanden heraus, dass Menschen sich auch dann zu mehr Leistung motiviert fühlen, wenn sie mitbekommen, dass ein Lob an andere gerichtet wurde. Durch das indirekte Lob entstehe der Wunsch, der Leistungsnorm entsprechen zu können. Lob sorgt also nicht nur für gute Stimmung im Unternehmen, sondern auch für besseren Geschäftserfolg.

Damit auch Sie das schaffen, haben wir Ihnen hier 7 Tipps zum richtigen Kollegenlob zusammengestellt:

  • Lob sollte fester Bestandteil der Unternehmenskultur sein und in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen stattfinden. Vergessen Sie Aussagen wie: „Wenn es nichts zu kritisieren gibt, kommt das einem Lob gleich“. Wie gesagt: Man profitiert auch von Lob an Andere!
  • Loben Sie nach Möglichkeit verbal, nicht per E-Mail. Die meisten Menschen werden am liebsten in einem Vier-Augen-Gespräch gelobt.
  • Ein Lob sollte immer zeitnah und an ein bestimmtes Ereignis oder eine bestimmte Handlung gekoppelt erfolgen, da es seine Wirkung verliert, sobald der Kollege emotional mit dem jeweiligen Vorgang abgeschlossen hat.
  • Loben Sie spezifisch, das heißt, beziehen Sie Ihr Lob auf eine konkrete Leistung oder ein bestimmtes Verhalten des Kollegen. Ein zu allgemeines Lob bleibt wirkungslos.
  • Loben Sie nicht die Eigenschaften oder Fähigkeiten einer Person! Das klingt vielleicht erst einmal merkwürdig. Aber zuviel Lob für eine bestimmte Eigenschaft hat in der Regel keinen positiven Effekt. Im schlechtesten Fall kann es dazu führen, dass der Kollege auch Misserfolge zukünftig auf die eigenen Fähigkeiten oder Eigenschaften zurückführt.
  • Formulieren Sie Ihr Lob so, dass der Kollege Erkenntnis über die eigene Kompetenz erhält. Zeigen Sie genau auf, welche Schritte bzw. Handlungen aus Ihrer Sicht zum Erfolg geführt haben. Das ermöglicht es der gelobten Person, Erfolgserlebnisse zu sammeln und wirkt sich auch positiv auf ihre berufliche Selbstwirksamkeit aus.
  • Achten Sie darauf, dass Sie durch Ihr Lob keinen Erwartungsdruck erzeugen. Ihr Kollege sollte sich nicht dazu verpflichtet fühlen, zukünftig genauso viel oder sogar mehr leisten zu müssen. Das kann zu einer Blockade führen.

Auch wenn Sie bislang vielleicht nicht dafür bekannt waren, dass Sie mit Lob um sich geworfen haben: Es ist nie zu spät, damit anzufangen! Ihre Kollegen werden es Ihnen danken.

 

 

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