Erwartungen übertroffen – Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe steigen um 6 Prozent

Erwartungen übertroffen – Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe steigen um 6 Prozent

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie legt Jahresbilanz für 2017 vor

Das deutsche Bauhauptgewerbe hat 2017 ein Umsatzplus von nominal 6,0 Prozent erzielt. Dies teilte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) Ende Februar mit. Demnach habe das Ergebnis sogar die Verbandsprognose zur Jahresauftaktpressekonferenz übertroffen – damals war man von lediglich 5 Prozent ausgegangen. Insbesondere größere Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten hätten von der guten Baukonjunktur profitiert. Sie konnten ein überdurchschnittlich hohes Umsatzplus von 8,5 Prozent für sich verbuchen. Nach Angaben des Hauptverbandes sei dies vor allem auf die aktuelle Bedeutung von Neubaumaßnahmen zurückzuführen, bei denen kleinere Unternehmen weniger gefragt seien. Zudem hätten diese auch häufiger mit personellen Kapazitätsengpässen zu kämpfen.

Neue Arbeitsplätze geschaffen

Die guten Wirtschaftsdaten wirken sich auch auf die Beschäftigung aus: Insgesamt wurden im deutschen Bauhauptgewerbe 30.000 neue Stellen geschaffen. Damit stieg der Personalbestand um 4 Prozent auf insgesamt 812.000 Beschäftigte. Die Branche hat damit erstmals seit 2003 wieder mehr als 800.000 Menschen beschäftigt und seit 2009 mehr als 100.000 neue Stellen geschaffen.

Optimistisch in die Zukunft

Bei den größeren Baubetrieben war 2017 ein deutlicher Zuwachs des Auftragseingangs in Höhe von nominal 6,6 Prozent zu verzeichnen; im Dezember waren es im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar 24,3 Prozent. Kein Wunder also, dass man optimistisch in die Zukunft blickt: Etwa jedes fünfte Unternehmen will im neuen Jahr zusätzliches Personal einstellen und die Investitionen erhöhen. Man geht daher davon von aus, dass die Umsatzprognose für 2018 von plus 4 Prozent übertroffen wird.

Wohnungsbau als Stütze der Baukonjunktur

2017 zeigte sich erneut die hohe Bedeutung des Wohnungsbaus für die Entwicklung der Branche. Hier konnten die größeren Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten ein Umsatzplus von 11,6 Prozent erreichen. Niedrige Zinsen und der wachsende Bedarf an Mietwohnungen in den Ballungszentren sorgen für eine anhaltend positive Umsatzentwicklung. Trotz eines Rückgangs bei den Baugenehmigungen rechnet der HDB damit, dass der Genehmigungsüberhang von etwa 400.000 Wohnungen die Produktion noch einige Zeit tragen werde.

Details und weitere Informationen zur Entwicklung von Wirtschaftsbau und Öffentlichem Bau finden Sie auf der Internetseite des HDB.

 

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