Freiräume für Ideen schaffen – Capgemini-Studie zur Innovationskultur in Unternehmen

Freiräume für Ideen schaffen – Capgemini-Studie zur Innovationskultur in Unternehmen

Innovation in Unternehmen wird vor allem durch fehlende innovationsfreundliche Kultur, ungenügende interne Prozesse und konservative Führungskräfte behindert. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Digital Transformation Institute der Unternehmensberatung Capgemini.

Die Studie „The discipline of innovation: Making sure your innovation center actually makes your organization more innovative“ beleuchtet die Entwicklung von Innovationszentren in Unternehmen. Dafür wurden 1700 Personen aus 340 Organisationen und acht Ländern befragt. Die untersuchten Branchen umfassten die Bereiche Automobil, Banken/Versicherungen, Konsumgüter, Einzelhandel und Telekommunikation.

Mangelnde Innovationseffektivität

Zentrales Ergebnis: Innovationsprozesse resultieren nicht automatisch in innovativeren Organisationen. Zwar haben fast 90 Prozent der befragten Unternehmen ein Innovationszentrum eingerichtet, doch gibt es bislang noch keine Organisation, in der Ideen konsequent vom ersten Einfall bis zur kommerziellen Umsetzung gesteuert und begleitet werden – so werden begonnene Innovationsprozesse schlicht nicht zu Ende geführt. Nur die Hälfte der befragten Führungskräfte ist der Ansicht, das eigene Unternehmen könne mit den Marktveränderungen Schritt halten. Zudem sind Unternehmen oft nicht in der Lage, mit ihrem breiteren Netzwerk zu interagieren: Vier von zehn Befragten gaben an, dass sie gar nicht über die Technologie verfügen, um mit ihrem Netzwerk an Innovationen zu arbeiten, selbst wenn sie dies beabsichtigen. Mit 76 Prozent befinden sich die meisten Unternehmen noch in der Phase des Aufbaus ihrer Innovationsbemühungen, wobei die Projekte bislang ausschließlich auf Abteilungsebene und ohne zentrales Management durchgeführt werden.

Führung ist entscheidend

Um aus Innovationsanstrengungen größeren Nutzen zu ziehen, schlägt der Bericht fünf Maßnahmen vor:

  • Zugang zu einem breiteren „Ökosystem“, in dem Ideen gemeinsam mit externen und internen Partnern entwickelt werden
  • Innovation in allen Geschäftsbereichen und Fachabteilungen fördern und unterstützen und nicht nur auf die Innovationseinheiten beschränken
  • eine „Digital-First“-Kultur mit Unterstützung und Vorbildfunktion der Führungskräfte vorantreiben
  • eine Kultur erschaffen, die die Ideengenerierung auf allen Ebenen der Organisation fördert
  • Prozesse etablieren von der Idee bis hin zur Kommerzialisierung

Am wichtigsten sei jedoch eine starke, engagierte und entschlossene Führung. Details und weitere Informationen finden Sie im Volltext der Studie unter capgemini.com.

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