Print bleibt!

Print bleibt!

In Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 erscheint das Thema Druck auf den ersten Blick möglicherweise etwas altbacken: Können wir heutzutage nicht alle wichtigen Inhalte digital abrufen? Brauchen Smartphone-User überhaupt noch Printprodukte? Bei näherem Hinsehen zeigt sich schnell die Antwort: Ja, unbedingt!

Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) macht mit seiner Kampagne „Print macht mehr draus“ auf die vielen Vorteile von Druckprodukten aufmerksam. Zunächst einmal kann von völliger Verdrängung durch digitale Medien keine Rede sein: So erreichen nach aktuellen Umfragen gedruckte Zeitungen immer noch mehr als 59 Prozent der Deutschen, und Anzeigenblätter sind für mehr als die Hälfte der Bevölkerung die wichtigsten Informationsquellen zu aktuellen Angeboten. Zwei Drittel der Zeitungsleser bewahren Prospekte und Beilagen auf und nehmen sie sogar mit ins Geschäft – und das gilt auch für die jüngeren Zielgruppen.

Grundsätzlich gilt für Printprodukte weiterhin, dass sie eine besondere Wertigkeit und Seriosität vermitteln. Gekaufte Zeitschriften zum Beispiel werden mehrmals gelesen, weshalb Anzeigen darin auch öfter ins Auge fallen. Und besonders im B2B-Bereich kann Print den Ausschlag geben: Um von Entscheidern wahrgenommen zu werden, sind Fachblätter nach wie vor das Mittel der Wahl, während Apps in diesem Bereich bislang so gut wie keine Rolle spielen.

Neue Geschäftsfelder abseits der klassischen Printmedien

Datenverarbeitung und Digitaldruckverfahren eröffnen aber auch neue Geschäftsfelder abseits der klassischen Printmedien. Ein großes Thema ist dabei die Individualisierung von Produkten. Sehr beliebt sind zum Beispiel Namen auf Cola-Flaschen und Nutella-Gläsern. Daneben kommt Print bei einer breiten Palette von Werbemitteln zum Einsatz, von Kugelschreibern über T-Shirts und Kaffeebecher bis hin zu USB-Sticks und Kuriertaschen oder Werbekalendern. Auch bei Produktverpackungen spielt Print eine große Rolle: Für rund 60 Prozent der Konsumenten sind Verpackungen ein entscheidender Kaufimpuls, und gelungene Verpackungen gelten als Teil der Markenidentität.

Schließlich steckt in modernen Druckverfahren deutlich mehr High-Tech als man den Printprodukten ansieht. So verbindet Augmented Reality mit Hilfe gedruckter Erkennungszeichen das Analoge mit dem Digitalen, und was früher in Chipfabriken hergestellt und aufgeklebt wurde, wird jetzt gedruckt, wie etwa Batterien und Solarzellen. So lassen sich Kinderbücher mit Lichtschaltern ausstatten oder Plakate mit Licht- und Farbeffekten beleben. Außerdem kann man mit Micro- oder Nanotexten und holografischen Elementen auf Verpackungen wirkungsvoll gegen Produktpiraterie vorgehen. Man sieht also: Print ist im 21. Jahrhundert angekommen – und wird uns trotz Digitalisierung noch lange erhalten bleiben.

www.bvdm-online.de/presse/print-macht-mehr-draus/

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