von Maschine bis Mülleimer

von Maschine bis Mülleimer

Wie das Internet der Dinge unser Leben verbessern soll

Paketverfolgung über das Internet – heute ganz normal. Was vor Jahren noch für Erstaunen gesorgt hätte, ist längst Alltag geworden. Doch das Internet der Dinge („Internet of Things“) soll in den nächsten Jahren noch viele andere Aspekte unseres Lebens verändern. Eine Auswahl.

Produktion und Logistik

Beim Internet der Dinge geht es um eine Vernetzung von Maschinen, Sensoren, Fahrzeugen und technischen Geräten aller Art. Wie das Beispiel Paketverfolgung zeigt, wird dadurch eine ganz neue Qualität von Kontrolle möglich. Unternehmen können ihr Supply Chain Management optimieren und auch komplexe Lieferketten jederzeit an veränderte Marktbedingungen anpassen. Auch die eigentliche Produktion bleibt nicht unberührt: Vernetzte Maschinen warten sich selbst und informieren das Netzwerk permanent über ihren Zustand – so werden Ausfälle vermieden und Kosten gespart.

Energie und Verkehr

Vernetzung kann auch in anderen Bereichen eine Hilfe sein. Beispielsweise hat die Umstellung auf erneuerbare Energien ein intelligentes Stromnetz („smart grid“) zur Voraussetzung – nur so kann bei jedem Wetter die Stabilität des Netzes garantiert werden. Auch für den Verkehr bietet der flächendeckende Einsatz von Sensoren zahlreiche Möglichkeiten. Intelligente Infrastruktur kann bei der Parkplatzsuche helfen, Staus vermeiden und die Luftqualität überwachen. Darüber hinaus kann sie auch zur Verkehrssicherheit beitragen: Die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit geht derzeit davon aus, dass sich durch Vernetzung allein in den USA mehr als eine halbe Million Unfälle vermeiden ließen.

Weitere Anwendungen

Das Internet der Dinge bringt Entwickler ständig auf neue Ideen. Eine französische Firma hat etwa ein Konzept für vernetzte Mülleimer entwickelt. Für Städte durchaus eine zweckmäßige Investition: Auf diese Weise könnte die Müllabfuhr sich jederzeit anzeigen lassen, wo der meiste Müll anfällt und dringend geleert werden muss. Eine weitere ungewöhnliche Anwendung ergibt sich im Tierschutz. So werden Nashörner im südlichen Afrika mit GPS und Sensoren ausgestattet, um sie vor Wilderern zu schützen.

Fazit

Laut einer aktuellen Studie von IDG Research Services gehen derzeit mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen davon aus, dass das Internet der Dinge innerhalb der nächsten drei Jahre für sie „wichtig“ bis „sehr wichtig“ wird. Doch die Veränderungen werden nicht nur die Wirtschaft betreffen. Sicherer, gesünder, umweltfreundlicher: Das Internet der Dinge hat das Potenzial, unser gesamtes Leben zu verbessern.

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